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FreeDes Teufels rußiger Bruder
The Devil’s Sooty Brother
Jacob Grimm and Wilhelm Grimm

Ein abgedankter Soldat hatte nichts zu leben und wusste sich nicht zu helfen. Da ging er hinaus in den Wald. Nachdem er ein Weilchen gegangen war, begegnete ihm ein kleines Männlein, das war aber der Teufel. Das Männlein sprach zu ihm: "Was fehlt dir?
Du siehst ja so traurig aus." Da sprach der Soldat: "Ich habe Hunger, aber kein Geld." Der Teufel sagte: "Wenn du dich bei mir verdingst und mein Diener wirst, sollst du für dein ganzes Leben genug haben. Sieben Jahre sollst du mir dienen, und danach bist du wieder frei.
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Ein abgedankter Soldat hatte nichts zu leben und wusste sich nicht zu helfen. Da ging er hinaus in den Wald. Nachdem er ein Weilchen gegangen war, begegnete ihm ein kleines Männlein, das war aber der Teufel. Das Männlein sprach zu ihm: "Was fehlt dir?
Du siehst ja so traurig aus." Da sprach der Soldat: "Ich habe Hunger, aber kein Geld." Der Teufel sagte: "Wenn du dich bei mir verdingst und mein Diener wirst, sollst du für dein ganzes Leben genug haben. Sieben Jahre sollst du mir dienen, und danach bist du wieder frei.Aber ich muss dir sagen, du darfst dich nicht waschen, kämmen, noch schnippeln, dir nicht Haare oder Nägel schneiden, noch das Wasser aus den Augen wischen." Der Soldat sprach: "Schön, wenn es nicht anders geht," und zog mit dem Männlein fort, das ihn sogleich in die Hölle hinunterführte.
Dann sagte es ihm, was er zu tun habe. Er solle das Feuer unter den Kesseln schüren, wo der Höllenbrei kochte, das Haus rein halten, allen Kehricht hinter die Türen kehren und sehen, dass alles in Ordnung sei.
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Aber ich muss dir sagen, du darfst dich nicht waschen, kämmen, noch schnippeln, dir nicht Haare oder Nägel schneiden, noch das Wasser aus den Augen wischen." Der Soldat sprach: "Schön, wenn es nicht anders geht," und zog mit dem Männlein fort, das ihn sogleich in die Hölle hinunterführte.
Dann sagte es ihm, was er zu tun habe. Er solle das Feuer unter den Kesseln schüren, wo der Höllenbrei kochte, das Haus rein halten, allen Kehricht hinter die Türen kehren und sehen, dass alles in Ordnung sei.Wenn er aber jemals in die Kessel guckte, würde es ihm schlecht ergehen. Der Soldat sprach: "Gut, ich will aufpassen." Da zog der alte Teufel wieder hinaus auf seine Reisen, und der Soldat begann seine neuen Pflichten.
Er machte Feuer und kehrte den Kehricht gut hinter die Türen, wie ihm geheißen war. Als der alte Teufel zurückkam, prüfte er, ob alles getan war, schien zufrieden und zog zum zweiten Mal fort. Da sah sich der Soldat einmal ordentlich um.
Die Kessel standen ringsum in der Hölle mit einem gewaltigen Feuer darunter, und darin kochte und spuckte es. Er hätte alles darum gegeben, hineinzuschauen, wenn es der Teufel nicht so streng verboten hätte. Endlich konnte er nicht mehr an sich halten.
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Wenn er aber jemals in die Kessel guckte, würde es ihm schlecht ergehen. Der Soldat sprach: "Gut, ich will aufpassen." Da zog der alte Teufel wieder hinaus auf seine Reisen, und der Soldat begann seine neuen Pflichten.
Er machte Feuer und kehrte den Kehricht gut hinter die Türen, wie ihm geheißen war. Als der alte Teufel zurückkam, prüfte er, ob alles getan war, schien zufrieden und zog zum zweiten Mal fort. Da sah sich der Soldat einmal ordentlich um.
Die Kessel standen ringsum in der Hölle mit einem gewaltigen Feuer darunter, und darin kochte und spuckte es. Er hätte alles darum gegeben, hineinzuschauen, wenn es der Teufel nicht so streng verboten hätte. Endlich konnte er nicht mehr an sich halten.Er hob ein wenig den Deckel des ersten Kessels und guckte hinein. Da sah er seinen ehemaligen Korporal darin sitzen. "Aha, alter Vogel!" sagte er. "Treffe ich dich hier? Du hattest mich einmal in deiner Gewalt, jetzt habe ich dich." Schnell ließ er den Deckel fallen, schürte das Feuer und legte einen frischen Scheit nach.
Danach ging er zum zweiten Kessel, hob ein wenig dessen Deckel und guckte hinein. Sein ehemaliger Fähnrich war in diesem. "Aha, alter Vogel, so finde ich dich hier! Du hattest mich einmal in deiner Gewalt, jetzt habe ich dich." Er schloss den Deckel wieder und holte noch einen weiteren Scheit, um es so richtig heiß zu machen.
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Er hob ein wenig den Deckel des ersten Kessels und guckte hinein. Da sah er seinen ehemaligen Korporal darin sitzen. "Aha, alter Vogel!" sagte er. "Treffe ich dich hier? Du hattest mich einmal in deiner Gewalt, jetzt habe ich dich." Schnell ließ er den Deckel fallen, schürte das Feuer und legte einen frischen Scheit nach.
Danach ging er zum zweiten Kessel, hob ein wenig dessen Deckel und guckte hinein. Sein ehemaliger Fähnrich war in diesem. "Aha, alter Vogel, so finde ich dich hier! Du hattest mich einmal in deiner Gewalt, jetzt habe ich dich." Er schloss den Deckel wieder und holte noch einen weiteren Scheit, um es so richtig heiß zu machen.Nun wollte er sehen, wer wohl im dritten Kessel sitzen möchte. Es war tatsächlich ein General. "Aha, alter Vogel, treffe ich dich hier? Einst hattest du mich in deiner Gewalt, jetzt habe ich dich." Und er holte den Blasebalg und ließ das Höllenfeuer genau unter ihm auflodern.
So tat er seine Arbeit sieben Jahre in der Hölle. Er wusch sich nicht, kämmte und schnippelte sich nicht, schnitt weder Haare noch Nägel und wusch sich das Wasser nicht aus den Augen. Und die sieben Jahre kamen ihm so kurz vor, dass er meinte, es sei nur ein halbes Jahr gewesen.
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Nun wollte er sehen, wer wohl im dritten Kessel sitzen möchte. Es war tatsächlich ein General. "Aha, alter Vogel, treffe ich dich hier? Einst hattest du mich in deiner Gewalt, jetzt habe ich dich." Und er holte den Blasebalg und ließ das Höllenfeuer genau unter ihm auflodern.
So tat er seine Arbeit sieben Jahre in der Hölle. Er wusch sich nicht, kämmte und schnippelte sich nicht, schnitt weder Haare noch Nägel und wusch sich das Wasser nicht aus den Augen. Und die sieben Jahre kamen ihm so kurz vor, dass er meinte, es sei nur ein halbes Jahr gewesen.Als nun die Zeit voll um war, kam der Teufel und sprach: "Nun, Hans, was hast du getan?" "Ich habe das Feuer unter den Kesseln geschürt und allen Kehricht gut hinter die Türen gekehrt." "Aber du hast auch in die Kessel geguckt.
Es ist dein Glück, dass du frische Scheite nachgelegt hast, sonst wäre dein Leben verwirkt gewesen. Nun, da deine Zeit um ist, willst du wieder nach Hause?" "Ja," sprach der Soldat, "ich möchte gar zu gerne sehen, was mein Vater daheim macht." Der Teufel sprach: "Damit du den Lohn erhältst, den du verdient hast, so geh und fülle deinen Ranzen ganz voll mit dem Kehricht und nimm ihn mit nach Hause.
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Als nun die Zeit voll um war, kam der Teufel und sprach: "Nun, Hans, was hast du getan?" "Ich habe das Feuer unter den Kesseln geschürt und allen Kehricht gut hinter die Türen gekehrt." "Aber du hast auch in die Kessel geguckt.
Es ist dein Glück, dass du frische Scheite nachgelegt hast, sonst wäre dein Leben verwirkt gewesen. Nun, da deine Zeit um ist, willst du wieder nach Hause?" "Ja," sprach der Soldat, "ich möchte gar zu gerne sehen, was mein Vater daheim macht." Der Teufel sprach: "Damit du den Lohn erhältst, den du verdient hast, so geh und fülle deinen Ranzen ganz voll mit dem Kehricht und nimm ihn mit nach Hause.
Du musst auch ungewaschen und ungekämmt gehen, mit langem Haar auf dem Kopf und im Bart, mit ungeschnittenen Nägeln und trüben Augen. Und wenn man dich fragt, woher du kommst, so sollst du sagen: 'Aus der Hölle,' und wenn man dich fragt, wer du bist, so sollst du sagen: 'Des Teufels rußiger Bruder, und mein König obendrein.'" Der Soldat schwieg und tat, wie ihm der Teufel geheißen hatte, aber er war mit seinem Lohn gar nicht zufrieden.
Als er nun wieder oben im Wald war, nahm er seinen Ranzen vom Rücken, um ihn auszuleeren. Aber als er ihn öffnete, war der Kehricht zu lauterem Gold geworden. "Das hätte ich nicht erwartet," sagte er und freute sich sehr. Er ging in die Stadt.
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Du musst auch ungewaschen und ungekämmt gehen, mit langem Haar auf dem Kopf und im Bart, mit ungeschnittenen Nägeln und trüben Augen. Und wenn man dich fragt, woher du kommst, so sollst du sagen: 'Aus der Hölle,' und wenn man dich fragt, wer du bist, so sollst du sagen: 'Des Teufels rußiger Bruder, und mein König obendrein.'" Der Soldat schwieg und tat, wie ihm der Teufel geheißen hatte, aber er war mit seinem Lohn gar nicht zufrieden.
Als er nun wieder oben im Wald war, nahm er seinen Ranzen vom Rücken, um ihn auszuleeren. Aber als er ihn öffnete, war der Kehricht zu lauterem Gold geworden. "Das hätte ich nicht erwartet," sagte er und freute sich sehr. Er ging in die Stadt.Der Wirt stand vor dem Wirtshaus, und als er den Soldaten kommen sah, erschrak er, denn Hans sah so grässlich aus, schlimmer als eine Vogelscheuche. Er rief ihm zu und fragte: "Woher kommst du?" "Aus der Hölle." "Wer bist du?" "Des Teufels rußiger Bruder, und mein König obendrein." Da wollte der Wirt ihn nicht hineinlassen, aber als Hans ihm das Gold zeigte, kam er und entriegelte die Tür selbst.
Hans befahl dann das beste Zimmer und Bedienung, aß und trank sich satt, wusch und kämmte sich aber nicht, wie es ihm der Teufel befohlen hatte, und legte sich endlich schlafen. Aber der Ranzen voll Gold blieb dem Wirt vor Augen und ließ ihm keine Ruhe.
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Der Wirt stand vor dem Wirtshaus, und als er den Soldaten kommen sah, erschrak er, denn Hans sah so grässlich aus, schlimmer als eine Vogelscheuche. Er rief ihm zu und fragte: "Woher kommst du?" "Aus der Hölle." "Wer bist du?" "Des Teufels rußiger Bruder, und mein König obendrein." Da wollte der Wirt ihn nicht hineinlassen, aber als Hans ihm das Gold zeigte, kam er und entriegelte die Tür selbst.
Hans befahl dann das beste Zimmer und Bedienung, aß und trank sich satt, wusch und kämmte sich aber nicht, wie es ihm der Teufel befohlen hatte, und legte sich endlich schlafen. Aber der Ranzen voll Gold blieb dem Wirt vor Augen und ließ ihm keine Ruhe.In der Nacht schlich er hinein und stahl ihn. Am nächsten Morgen, als Hans aufstand und den Wirt bezahlen und weiterziehen wollte, siehe, da war sein Ranzen weg! Aber er beruhigte sich bald und dachte: "Ich bin ohne mein Verschulden unglücklich gewesen." Sogleich ging er zurück in die Hölle, klagte dem alten Teufel sein Unglück und bat um seine Hilfe.
Der Teufel sprach: "Setz dich. Ich will dich waschen, kämmen und schnippeln, dir Haare und Nägel schneiden und dir die Augen waschen." Und als er ihm das getan hatte, gab er ihm den Ranzen wieder voll Kehricht zurück und sprach: "Geh und sag dem Wirt, er müsse dir dein Geld zurückgeben, sonst käme ich und holte ihn, und er solle an deiner Stelle das Feuer schüren." Hans ging hinauf und sprach zum Wirt: "Du hast mein Geld gestohlen.
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In der Nacht schlich er hinein und stahl ihn. Am nächsten Morgen, als Hans aufstand und den Wirt bezahlen und weiterziehen wollte, siehe, da war sein Ranzen weg! Aber er beruhigte sich bald und dachte: "Ich bin ohne mein Verschulden unglücklich gewesen." Sogleich ging er zurück in die Hölle, klagte dem alten Teufel sein Unglück und bat um seine Hilfe.
Der Teufel sprach: "Setz dich. Ich will dich waschen, kämmen und schnippeln, dir Haare und Nägel schneiden und dir die Augen waschen." Und als er ihm das getan hatte, gab er ihm den Ranzen wieder voll Kehricht zurück und sprach: "Geh und sag dem Wirt, er müsse dir dein Geld zurückgeben, sonst käme ich und holte ihn, und er solle an deiner Stelle das Feuer schüren." Hans ging hinauf und sprach zum Wirt: "Du hast mein Geld gestohlen.Wenn du es nicht zurückgibst, so sollst du an meiner Stelle in die Hölle hinunterfahren und so grässlich aussehen wie ich." Da gab ihm der Wirt das Geld und noch mehr dazu, nur bat er ihn, es geheim zu halten. Und Hans war nun ein reicher Mann.
Er machte sich auf den Weg nach Hause zu seinem Vater, kaufte sich einen schäbigen Kittel zum Anziehen und zog umher und machte Musik, denn das hatte er gelernt, als er beim Teufel in der Hölle war. Es war aber ein alter König in dem Land, vor dem musste er spielen.

Der König war so entzückt von seinem Spiel, dass er ihm seine älteste Tochter zur Frau versprach. Als sie aber hörte, dass sie einen gemeinen Kerl im Kittel heiraten sollte, sprach sie: "Lieber springe ich ins tiefste Wasser, als das zu tun." Da gab ihm der König die jüngste, die war ganz willig, es ihrem Vater zuliebe zu tun.
Und so bekam des Teufels rußiger Bruder die Königstochter, und als der alte König starb, bekam er auch das ganze Königreich dazu.
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Wenn du es nicht zurückgibst, so sollst du an meiner Stelle in die Hölle hinunterfahren und so grässlich aussehen wie ich." Da gab ihm der Wirt das Geld und noch mehr dazu, nur bat er ihn, es geheim zu halten. Und Hans war nun ein reicher Mann.
Er machte sich auf den Weg nach Hause zu seinem Vater, kaufte sich einen schäbigen Kittel zum Anziehen und zog umher und machte Musik, denn das hatte er gelernt, als er beim Teufel in der Hölle war. Es war aber ein alter König in dem Land, vor dem musste er spielen.
Der König war so entzückt von seinem Spiel, dass er ihm seine älteste Tochter zur Frau versprach. Als sie aber hörte, dass sie einen gemeinen Kerl im Kittel heiraten sollte, sprach sie: "Lieber springe ich ins tiefste Wasser, als das zu tun." Da gab ihm der König die jüngste, die war ganz willig, es ihrem Vater zuliebe zu tun.
Und so bekam des Teufels rußiger Bruder die Königstochter, und als der alte König starb, bekam er auch das ganze Königreich dazu.
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