H. A. GuerberAristomenes' Flucht

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Aristomenes' Flucht

H. A. Guerber

414 words
Aristomenes’ FluchtLauf: 2026-08-10 00:01쪽 1 / 2

Aristomenes’ Flucht

Aristomenes’ Flucht 삽화

Obwohl die Spartaner glaubten, Aristomenes sei tot, irrten sie sich gewaltig. Durch ein Wunder war er auf keinen der scharfen, zerklüfteten Felsen aufgeschlagen, sondern auf einem Haufen seiner toten Gefährten gelandet und unversehrt am Grund des Keadas angekommen.

Es gab offenbar keinen Weg aus dieser Grube außer durch die Öffnung an der Spitze, wo ein Stück Himmel zu sehen war. Aristomenes stellte bald fest, dass die Wände so steil waren, dass es unmöglich war, die Öffnung zu erreichen. Er ging zur Seite, weg von dem Haufen der Toten, und setzte sich auf einen Stein an diesem kalten, feuchten, dunklen Ort. Er zog seinen Mantel über den Kopf und bereitete sich darauf vor, geduldig zu warten, bis er verhungerte. Drei Tage vergingen, und seine Kräfte schwanden rasch, als er plötzlich einen warmen Atem auf seiner Hand spürte.

Leise schob er seinen Mantel beiseite, und da sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah er undeutlich einen Fuchs um ihn herumschleichen, der misstrauisch an seinen Kleidern schnupperte.

Vorsichtig wickelte er seinen Mantel um die Hand, um sie vor den scharfen Zähnen des Fuchses zu schützen, und packte das Tier fest am Schwanz. Trotz aller Fluchtversuche hielt er fest. Als es sich zu bewegen begann, folgte er.

Wie er scharfsinnig vermutet hatte, kannte der Fuchs einen Weg aus dem schrecklichen Ort. Plötzlich schlüpfte er in ein Loch. Aristomenes, der am Ende ein schwaches Licht sah, ließ den Fuchs los. Mit Hilfe eines scharfen Steins vergrößerte er bald das Fuchsloch so weit, dass er hindurchkriechen konnte, und machte sich rasch auf den Weg zurück zu den Messeniern.

Man kann sich vorstellen, wie glücklich sie waren, den geliebten Anführer zu sehen, den sie für tot gehalten hatten, und wie liebevoll sie ihn pflegten, bis er wieder gesund und stark war. Sie wurden nicht müde, die Geschichte seines Sturzes, seiner Gefangenschaft und seiner Flucht zu hören. Als er ihnen anbot, sie erneut gegen die Spartaner zu führen, versprachen sie bereitwillig ihre Hilfe.

Aristomenes’ Flucht쪽 2 / 2

Trotz all des Mutes von Aristomenes fiel Messenien schließlich in die Hände der Spartaner, und der Zweite Messenische Krieg endete. Alle, die der Sklaverei oder dem Tod entgehen wollten, verließen ihre Heimat und gingen nach Italien oder Sizilien, wo sie griechische Kolonien gründeten.

Aristomenes’ Flucht 삽화

Die Städte, die sie bauten, wurden bald sehr mächtig. Eine von ihnen nannten sie Messina zu Ehren ihrer Heimat. Diese Stadt steht noch heute, wie man auf Karten sehen kann, und in ihrer Nähe befindet sich die gleichnamige Meerenge, die Sizilien von Italien trennt.

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